Auszeichnung

Mit Mathematik die Schönheit der Sprache entdecken

Anke Schönherr nominiert für den Preis der Sparkassenstiftung Ostalb für Ihre Masterarbeit im Studiengang M.A. Integrative Lerntherapie
Anke Schönherr nominiert für den Preis der Sparkassenstiftung Ostalb für Ihre Masterarbeit im Studiengang M.A. Integrative Lerntherapie

so lautet der Titel der herausragenden Masterarbeit, welche von Frau Anke Schönherr vorgelegt und nun für den Preis der Sparkassenstiftung Ostalb nominiert wurde. Frau Schönherr war Studierende im Studiengang M.A. Integrative Lerntherapie und entwickelte ein Projekt zur Förderung mathematischer Basisfähigkeiten bei Kindern ohne elementarpädagogische Vorerfahrung und unter besonderer Berücksichtigung von Deutsch als Zweitsprache. Dieses Projekt setze sie an der Buchenbergschule in Ellwangen sehr erfolgreich um.

In ihrer Arbeit greift Frau Schönherr ein seit langem existierendes und ungelöstes Problem auf: Kinder mit ungenügenden Voraussetzungen für das schulische Lernen werden in der Regel zurückgestellt und besuchen den Kindergarten ein weiteres Jahr. Im Kindergarten gibt es für diese Kinder keine speziellen Angebote zur Förderung, so dass das Problem der ungenügenden Lernvoraussetzungen auch nach einem weiteren Jahr im Kindergarten immer noch besteht. Betroffen sind in hohem Maße Kinder mit ungenügenden sprachlichen Voraussetzungen, bei denen z.B. die Sprache im Elternhaus nicht die deutsche Sprache ist.

Die einzig sinnvolle Alternative besteht darin, betreffende Kinder in der Schule zu fördern und dabei die Entwicklung sprachlicher Kompetenzen mit der Entwicklung mathematischer Vorläuferfertigkeiten und der Entwicklung allgemeiner Lernvoraussetzungen (kognitiver Fähigkeiten und Stützfunktionen) zu verbinden.

Frau Schönherr hat sich dieses Problems angenommen und in einjähriger Arbeit ein theoretisch fundiertes und praktisch erprobtes Konzept zur integrativen Förderung der Kinder entwickelt. Sie hat ein auf die betreffenden Kinder zugeschnittenes praxistaugliches Beobachtungsinstrument entwickelt, welches sowohl inhaltsbezogene als auch allgemeine, fachübergreifende Kompetenzen berücksichtigt. Vor allem aber hat Frau Schönherr ein Material zur integrativen Förderung der Lernvoraussetzungen entwickelt und erfolgreich evaluiert.

Die Arbeit zeigt einen praktikablen Weg, unzureichende Lernvoraussetzungen rechtzeitig auszugleichen und schulische Misserfolge mit den allseits bekannten oft dramatischen Folgen zu vermeiden. Das ist in unserer Zeit, in der gebildete Absolventinnen und Absolventen der Schule dringend notwendig sind, nicht nur eine ökonomische Frage. Es ist auch eine Frage der Chancengerechtigkeit, allen Kindern unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft eine gute Bildung und harmonische Entwicklung zu ermöglichen.

Deshalb stehen die Ergebnisse der Arbeit allen Interessentinnen und Interessenten zur Nachnutzung zur Verfügung. Am Zentrum für Wissenstransfer der PH Schwäbisch Gmünd wird dazu es spezielle Fortbildungen geben.

Wir gratulieren Frau Schönherr zu dieser exzellenten Arbeit und wünschen ihr für ihre weitere Arbeit, insbesondere auch für das nahe Promotionsstudium alles Gute.