Studieninhalte


Die Inhalte des Studienganges Master für Integrative Lerntherapie sind modular aufgebaut und gliedern sich in folgende Bereiche:

  • Lerntherapie
  • Mathematik
  • Deutsch

Die Bereiche werden durch Transfermaßnahmen begleitet. Jeder Bereich ist unterteilt in mehrere Module. Im Folgenden können Sie sich über Inhalte der einzelnen Module, Modulprüfungen sowie Anforderungen an die Masterarbeit informieren.

Module des Studienganges Master für Integrative Lerntherapie
Module des Studienganges Master für Integrative Lerntherapie

Lerntherapie

  • Modul: Lerntherapie 1

    Entwicklungsneurologie und Einschätzung kindlicher Entwicklung

    • Differenzierter Überblick über entwicklungsneurologische Konzepte
    • Grundkenntnisse über die Funktion des Hörens, der Physiologie und Pathophysiologie sowie der Hörwahrnehmung und -verarbeitung
    • Grundlagen der physiologischen und pathologischen Entwicklung im Kindesalter
    • Kenntnis über Diagnostik, Therapieansätze, Prognose
    • Überblick über etablierte und nicht etablierte Therapieverfahren
    • Grundkenntnisse über die Funktion des Sehens, der Physiologie und Pathophysiologie sowie der visuellen Wahrnehmung
    • Einschätzung der kindlichen Entwicklung anhand von Beobachtung, Grenzsteinen, Entwicklungsscreenings, Entwicklungstests unter Berücksichtigung ihrer Möglichkeiten und Grenzen
    • Grundkenntnisse über häufige Entwicklungsstörungen, ihre Ursachen und ihre Prognose
    • Einordnung und Wertung von diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen

    Modulprüfung:
    Klausur

  • Modul: Lerntherapie 2

    ADS/ADHS, Autismus und seelische Probleme Diagnostik, Therapieverfahren und Umgang mit Lernschwierigkeiten

    • Kenntnis über die verschiedenen Ursachen von AD(H)S
    • Überblick über die Symptomatik in verschiedenen Lebensaltern/Entwicklungsstufen
    • Wissen um die Komorbiditäten, notwendige organische und psychologische Diagnostik, sinnvolle Therapieansätze und Prognose des Störungsbildes
    • Umsetzung des theoretischen Wissens in praktischen Umgang mit AD(H)S-Kindern, Erstellung von Förderkonzepten
    • Zielorientierte Elternberatung
    • Symptome und Besonderheiten autistischer Störungen
    • Störungen aus dem Autismusspektrum und Konsequenzen für Lernen und Wissenserwerb
    • Strategien, Fördermaßnahmen und Förderpläne
    • Seelische Probleme und ihre Ursachen
    • Probleme in Bezug auf das Selbstvertrauen
    • Entmutigung
    • Behandlung seelischer Probleme in Bezug auf Lernen und Wissenserwerb
    • Strategien, Fördermaßnahmen und Förderpläne

    Modulprüfung:
    Hausarbeit

  • Modul: Lerntherapie 3

    Pädagogisch-psychologische Testverfahren und Beratung

    • Grundlagen der Diagnostik
    • Ausgewählte diagnostische Verfahren und Erhebungsstrategien für die lerntherapeutische Praxis
    • Diagnostik von Hoch- und Sonderbegabung, Lern- und Arbeitsstörungen
    • Mögliche Probleme und Entscheidungsfehler im diagnostischen Prozess
    • Differenzierter Überblick der Gesprächsführungs-, Beratungs-, Kommunikations-, Konfliktmanagementmodelle sowie deren theoretische Fundierungen, Methoden und Forschungsansätze
    • Erarbeitung individueller Strategien zur funktionalen Gesprächsführung, Beratung und zum Lösen von Konflikten bzw. schwierigen Gesprächssituationen

     

    Modulprüfung:
    Bereichsübergreifende Fallpräsentation gemeinsam mit den Modulen Deutsch 3 und Mathematik 3

Mathematik

  • Modul: Mathematik 1

    Fachliche und fachdidaktische Grundlagen zur Gestaltung von Lernprozessen

    • Mathematikdidaktische Konzeptionen zu Inhalten der Grundschule
    • Mathematik als kulturelle Errungenschaft
    • Lernen von Mathematik als Prozess aktiver eigener Sinnkonstruktion
    • Erwerb von Zahl- und Größenvorstellungen sowie von geometrischen Vorstellungen
    • Erwerb von Operationsvorstellungen und von Können im Rechnen
    • Begriff, Wesen, Erscheinung und Ursachen von Rechenstörungen/Dyskalkulie
    • Diagnostische Interviews, Fehleranalysen, Schulleistungstests, Förderansätze
    • Spezielle diagnostische Verfahren bei Rechenstörungen
    • Förderansätze und Materialien für rechenschwache Kinder
    • Rechenstörungen bei Jugendlichen und Erwachsenen

    Modulprüfung:
    Klausur

  • Modul: Mathematik 2

    Theoretische Grundlagen und praktische Möglichkeiten zur Diagnostik und Förderung bei Rechenstörungen

    • Grundlagen der Arbeit mit Rechenstörungen
    • Diagnostik von Rechenstörungen (Zeitpunkt, Bereiche, Möglichkeiten der Diagnostik)
    • Aspekte einer ganzheitlichen Förderung und deren Unterscheidung zur Nachhilfe
    • Förderung bei Rechenstörungen
    • Arbeitsmittel und geeignetes Arbeiten mit diesen Arbeitsmitteln

    Modulprüfung:
    Die Modulprüfung umfasst folgende Bestandteile:

    • Auswertung eines diagnostischen Interviews und eines Schulleistungstests mit einem rechenschwachen Kind
    • Erstellung eines (vorläufigen) Förderplanes für dieses Kind 
  • Modul: Mathematik 3

    Förderung bei Rechenstörungen

    • Auswertung der diagnostischen Interviews und Begutachtung der Förderpläne, die im Anschluss an das Modul Mathematik 2 erstellt wurden
    • Förderung eines Kindes im Umfang von wöchentlich 1 Stunde entsprechend des zum Abschluss von Modul Mathematik 2 vorgelegten Förderplans
    • Videodokumentation der Arbeit mit dem Kind, Reflektion
    • Analyse der Videoaufzeichnungen der Förderung und kritische Reflexion
    • Bilanzierung, Bewertung und permanente Aktualisierung des Förderplans
    • Vorträge über Hospitationen und kritische Reflexion dazu
    • (kritische) Besprechung anderer Konzepte (z. B. Schlothmann, Spindler/Dreher etc.)
    • frühe mathematische Förderung (z.B. im Kindergarten) und Frühprävention von Lernschwierigkeiten im Fach Mathematik
    • Rechenstörungen und Fördermöglichkeiten bei Erwachsenen
    • Rechenstörungen und Fördermöglichkeiten in der Sekundarstufe I

    Modulprüfung:
    Fallpräsentation über die Förderung eines Kindes. Die Fallpräsentation umfasst einen 20-minütigen Vortrag zur Darstellung und Reflexion der Förderung und ihrer Ergebnisse. Anschließend erfolgt eine 20-minütige Diskussion zu den fachdidaktischen Grundlagen und überfachlichen Aspekten der Diagnose und der Förderung.

Deutsch

  • Modul: Deutsch 1

    Fachliche und fachdidaktische Grundlagen zur Gestaltung von Lernprozessen in folgenden Bereichen:

    • Schriftlinguistik: Graphematik und Orthografie
    • Schriftspracherwerb/Orthografieerwerb
    • Grundlagen der Rechtschreibdidaktik
    • Lesen und Textverstehen

    Modulprüfung:
    Klausur

  • Modul: Deutsch 2

    Grundlagen zur Diagnose und Förderung im Schriftspracherwerb

    • Einführung in standardisierte und informelle Verfahren für die Lernstandsdiagnose und Lernverlaufsbeobachtung im Schriftspracherwerb, sowie deren Betrachtung von besonderen Stärken und Schwächen
    • Einführung in die Prinzipien einer förderorientierten Lernstandsdiagnose und Lernverlaufsbeobachtung im Schriftspracherwerb

    Modulprüfung:

    • Erstellung einer mehrperspektivischen diagnostischen Fallbeschreibung eines Kindes/Jugendlichen mit Schwierigkeiten im Schriftspracherwerb, 
    • Erstellung eines (vorläufigen) Förderplanes für das Kind
  • Modul: Deutsch 3

    Förderung bei Schwierigkeiten im Schriftspracherwerb

    • Vorstellung und Diskussion verschiedener Ansätze und Perspektiven
      der Förderung im Schriftspracherwerb
    • Förderung eines Kindes im Umfang von wöchentlich mindestens 1 Stunde
      auf Basis einer umfassenden, mehrperspektivischen Förderdiagnostik und
      anschließender Erstellung eines vorläufigen Förderplans
    • Analyse und kritische Reflexion der Förderung sowie permanente
      Aktualisierung des Förderplanes

    Modulprüfung: 
    Fallpräsentation über die Förderung eines Kindes. Die Fallpräsentation umfasst einen 20-minütigen Vortrag zur Darstellung und Reflexion der Förderung und ihrer Ergebnisse. Anschließend erfolgt eine 20-minütige Diskussion zu den fachdidaktischen Grundlagen und überfachlichen Aspekten der Diagnose und der Förderung.

Transfer

  • Transfer: Überblick

    Lerntherapeuten arbeiten mit Kindern und Jugendlichen. Neben dem fachlichen Hintergrund ist die Sozial- und Methodenkompetenz entscheidend für den Erfolg der Therapie. Deshalb ist es wichtig, dass das im Studium Gelernte sofort in die Praxis umgesetzt wird und andererseits praktische Fragestellungen das Studium bereichern.

    Für den Umfang der Praxisphasen gibt es (außer wenn gesondert ausgewiesen) keine Zeitvorgaben. Jedoch muss dieser so gestaltet sein, dass daraus sinnvolle Fallpräsentationen entstehen können.

  • Modul: Transfer 1

    Untersuchung zu kindlichem Lernen

    • Videogestützte Untersuchung zu kindlichem Lernen
    • Schwerpunkte sind dabei die Aufgabenbearbeitung durch das Kind und die eigene Interaktion mit dem lernenden Kind.
    • Transkription der Videosequenzen, Interpretation und theoretische Einordnung des Beobachteten

     

    Modulprüfung:
    Hausarbeit

  • Modul: Transfer 2

    Hospitation in der Praxis und Diagnostik

    • Jeweils 15 Stunden Hospitation mit Schwerpunkten in den Bereichen Mathematik, Deutsch und Lerntherapie
    • Durchführung eines diagnostischen Interviews und eines formellen Schulleistungstests mit einem Kind in Deutsch, Mathematik und Lerntherapie
    • Aufzeichnung der diagnostischen Interviews per Video
    • sequentielle Transkription und Auswertung des Videos - Bezug zur Theorie
    • Erstellung von Förderplänen auf dieser Grundlage

     

    Modulprüfung:
    Hospitationsberichte in den Bereichen Mathematik, Deutsch und Lerntherapie

  • Modul: Transfer 3

    Förderung/Supervision

    • Kontinuierliche Förderung der Kinder unter Umsetzung der Förderpläne aus Modul Transfer 2
    • Reflexion jeder Fördereinheit
    • Aktualisierung der Förderpläne, Ableitung der nächsten Ziele

     

    Modulprüfung:
    Die Transferleistung im Modul 3 wird in den Prüfungen zu Deutsch 3 und Mathematik 3 nachgewiesen.

  • Supervisionen
    • Für das Studium sind sowohl Einzel- als auch Gruppensupervisionen vorgesehen. 
    • Im Modul Transfer 1 erfolgt eine Einzelsupervision durch Lehrende der PH Schwäbisch Gmünd.
    • In den Modulen Transfer 2 und 3 liegt es in der eigenen Verantwortung jedes Studierenden, sich Supervision zu suchen. Wir sind gern bei der Suche behilflich und vermitteln geeignete Kontakte.

Masterarbeit

  • Anforderungen an die Masterarbeit
    • Die Masterarbeit wird im letzten Studiensemester angefertigt.
    • Die Masterarbeit sollte eine wissenschaftlich, reflektierte Auseinandersetzung mit einem für die Lerntherapie relevanten Thema beinhalten.

Foto/Grafik: Richard Meckes

Kontakt

Dipl.Soz.päd. Richard Meckes
Studiengangorganisation

+49 (0) 7171 983 475
Richard Meckes
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